In Kürze: Was die Bibel zu sagen hat auf die Grundfragen des Lebens

In meinem Blogbeitrag vor einem Monat habe ich die Grundfragen des Lebens angesprochen: Woher komme ich, wo stehe ich und wohin gehe ich? Dabei habe ich darauf hingewiesen, dass es nur möglich ist, dass Antworten darauf im Bereich des Glaubens liegen und nicht im Bereich der Wissenschaft.

Nun versuche ich in Kürze zu formulieren, was die Bibel darauf für Antworten hat.

Die Welt ist nicht durch Zufall entstanden, sondern durch einen Schöpfer. Dieser Schöpfer ist gut. Er wird als die Liebe beschrieben. Er hat deshalb die Schöpfung ursprünglich sehr gut gemacht, Mensch inklusive. Die ursprüngliche Schöpfung benennt die Bibel das Paradies. Da gab es nur Gutes. Keine Krankheit, kein Streit, nichts Böses. Der Mensch lebte in völliger Harmonie, in einer innigen Liebesgemeinschaft mit Gott. Dazu hatte Gott den Menschen auch geschaffen. Gott ist die Liebe. Doch Liebe ist nur möglich, wo Freiheit ist.

Deshalb musste Gott dem Menschen die Freiheit geben, sich auch gegen ihn zu entscheiden. Deshalb gab es im Paradies zwei ganz spezielle Bäume. Der eine Baum war der Baum des Lebens. Hätten Adam und Eva von diesem Baum gegessen, hätte der Zustand im Paradies auf ewig weiter gedauert. Sie hatten sich jedoch entschieden von dem andern Baum, dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, von dem Gott gesagt hatte, dass wenn sie davon essen würden, sie als Konsequenz sterben müssten.

Das ist die biblische Antwort auf die Frage, woher wir Menschen kommen. Wir kommen vom Paradies. Die Antwort auf die zweite Frage haben wir auch, einmal aus der Bibel, aber auch aus unserer Erfahrung. Nichts ist sicherer auf dieser Welt als der Tod. Wir alle müssen sterben. Und wir alle haben es erfahren und erfahren es Tag für Tag: Es gibt nicht nur Gutes auf dieser Welt, sondern auch Böses.

Dieser Zustand von Gut und Böse ist doch auf die Dauer unbefriedigend. Ich selber und ich nehme an, die meisten Menschen sehnen sich nach einem Zustand, wo nur Gutes ist. Mit andern Worten wir sehnen uns nach dem Paradies zurück. Und nicht nur wir Menschen sehnen uns. Auch Gott sehnt sich, nach dieser Liebesgemeinschaft mit uns Menschen, die er am Anfang mit Adam und Eva hatte. Das war ja auch das Ziel der ganzen Schöpfung.

Gott hat nie aufgehört, die Menschen zu lieben. Viele Menschen haben Mühe, zu glauben, dass Gott Liebe ist, weil sie soviel Böses in ihrem Leben erfahren haben, oder auf all das Böse sehen, welches auf dieser Welt geschieht. Aber all das Böse auf dieser Welt ist nur da, weil die Menschheit, sich in Adam und Eva als die Ureltern, sich entschieden hat, von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen. Das Problem ist nicht Gott, sondern wir Menschen, die diesen Zustand gewählt haben.

Aber Gott in seiner Liebe bietet den Menschen einen Weg an, zurück in diese Liebesgemeinschaft zu kommen und zurück an einen Ort, wo es nur Gutes gibt. Die Bibel nennt diesen Ort Himmel und Reich Gottes. Dieses Heils- oder Rettungsangebot Gottes an die Menschen hat zwei Komponenten. Gesetz und Gnade.

Das Wort Gesetz löst bei vielen Menschen ungute oder zumindest gemischte Gefühle aus. Viele haben die Vorstellung von Gott, dass er ein Spielverderber ist und einfach alles verbietet, was Spass und Freude macht. Das Gegenteil ist der Fall. Das Gesetz ist die Beschreibung, was gut ist. Das Gesetz Gottes ist Gottes Anweisung zu einem Leben in der Fülle und in der Freude. Es ist Gottes Betriebsanleitung für den Menschen. Er hat ja den Menschen geschaffen und weiss deshalb am Besten, wie das Zusammenleben von Menschen am Besten funktionieren würde. Aber wir Menschen haben eben nicht wie Gott eine Natur, die aus reiner Liebe besteht, sondern eine Natur von Gut und Böse. Das Böse steckt in unserer Natur. Wir sind Egoisten. Das heisst, es geht uns vor allem darum, dass es uns selbst gut geht. Und deshalb steht das Gesetz im Widerspruch zu unserer gefallenen Natur.

Das Gesetz ist gut. Aber es hat seine Grenzen. Es kann den Menschen nur insoweit helfen, soweit sie es befolgen. Und da hapert es beträchtlich. Zum Teil befolgen wir das Gesetz nicht, weil wir es nicht wollen, weil wir glauben, dass wir dem Leben mehr Freude abringen können, wenn wir es nicht befolgen. Was sich letztlich jedoch auf die Dauer immer als Trugschluss erweist. Dann befolgen wir das Gesetz nicht, weil wir es nicht können, weil wir eine Natur haben, in der auch das Böse drin steckt. Darum hören wir doch so oft „Man sollte …..“ Und die Realität bleibt, dass es kaum jemand tut. Oder das alte Sprichwort: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“

Deshalb wusste Gott von allem Anfang an, dass der Weg zur Rettung noch eine andere Komponente braucht: Gnade. Der Begriff Gnade kommt aus der Rechtsprechung und der Gerichtsbarkeit. Es kann vor kommen, dass ein Verbrecher (Gesetzesübertreter) die Gefängnisstrafe, zu der er mit Recht verurteilt wurde, nicht absitzen muss, weil er begnadigt wurde. Begnadigt kann nur ein Verurteilter werden.

Hopla! Das hören wir Menschen nicht gerne. Jedenfalls mir ging es so. Es hat sich etwas (die Bibel nennt das Stolz) in mir gesträubt, anzuerkennen, dass ich den Massstäben Gottes nicht genüge und er mich deshalb verurteilen und an den Ort schicken muss, wo es nur Böses gibt. (Die Bibel nennt diesen Ort und Hölle oder feuriger Pfuhl). Ausgerechnet mich, der ich doch so ein guter Mensch bin im Vergleich zu andern. Nun die Frage, ob ich tatsächlich besser war als andere, lassen wir mal beiseite. Das ist nämlich nicht, worauf Gott schaut. Der Punkt ist nämlich der: Wenn Gott uns Menschen an einen Ort führen will, wo es nur zu 100 % Gutes gibt, dann kann er keinen Menschen zu diesem Ort lassen, der nicht 100 % gut ist. Ist ja klar. Sonst gäbe es keinen Himmel mehr und der Zustand von Gut und Böse würde auf ewig weiter gehen. Da aber dieser Zustand auf die Dauer unbefriedigend ist, kommt Gott in seiner Liebe am Ende der Zeiten als Richter und er wird das Gute von dem Bösen scheiden und es wird einen Ort geben, wo nur das Gute ist und einen Ort, wo nur das Böse ist. Das ist ja an sich eine erfreuliche Botschaft. Aber wir Menschen haben ein Riesenproblem. Nun gut, es mag noch manche so eingebildete Menschen geben, wie ich einer war. Aber wir alle wissen doch: Es gibt keinen Menschen auf dieser Erde, der 100 % gut ist. Und deshalb ist es relativ einfach zu erraten, wie das Urteil für jeden Menschen aussehen wird. Nun, ich wag es kaum zu schreiben. Aber es ist so klar: Hölle, der Ort, wo nur das Böse ist.

Nun, wer das verstanden hat, der begreift, dass es nur noch eine Hoffnung für ihn geben kann: Gnade. Und weshalb kann Gott uns begnadigen? Kann er als ein heiliger und gerechter Gott einfach ein Auge zudrücken? Oder begnadigt er einfach nach Lust und Laune? Das Wort heilig bedeutet auch rein und unvermischt. Er kann deshalb nichts Böses (Die Bibel nennt dies auch Sünde.) und damit auch keinen Sünder in seiner Gegenwart dulden. Gott ist auch gerecht. Er kann deshalb nicht einfach so grundlos begnadigen. Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit sind keine Gegensätze, wie viele meinen, zu Gottes Liebe, sondern sie sind Aspekte von seiner Liebe. Unsere menschliche Liebe ist oft von Sympathie und Willkür geprägt und deshalb unheilig und ungerecht. Aber Gottes Liebe nicht.

Gott kann gnädig sein, weil er seinen Sohn Jesus Christus auf die Welt gesendet hat. Er kam als Mensch und hatte als Mensch Fleisch und Blut wie wir. Aber er hatte nicht die verdorbenene Natur von Gut und Böse in sich. Er hat deshalb ein Leben ohne Sünde gelebt. Deshalb konnte er stellvertretend die Schuld der ganzen Menschheit auf sich nehmen und hat die Strafe dafür durch seinen Tod am Kreuz auf Golgatha erlitten und ist am dritten Tag wie vorhergesagt auferstanden.

Die Gnade Gottes hat eine doppelte Auswirkung. Einmal tilgt sie die Schuld, die wir durch unsere Sünden vor Gott auf uns geladen haben. Und als solche, denen die Schuld vergeben ist, sind wir gerecht und haben wir Zugang zum himmlischen Vater. Die andere Auswirkung ist: Wir werden erlöst von unserer alten Natur, in der das Gute, aber auch das Böse drin steckt. Wir bekommen eine neue Kreatur, die fähig ist, nur das Gute zu tun und somit nach dem Gesetz Gottes zu leben und dies nicht nur auf eine heuchlerische äusserliche Art und Weise, sondern vom Herzen her.

Da aber Gott Liebe ist, zwingt er diese Gnade niemandem auf. Er lässt allen Menschen die Freiheit, dieses Gnadenangebot anzunehmen. Wie können wir dieses Gnadenangebot annehmen? Jesus spricht von einer engen Pforte (schmale und kleine Tür) und einem schmalen Weg, der zum Leben führt.

Zuerst einmal zur Pforte, welche die einzige Möglichkeit ist, diesen Weg der Rettung zu beschreiten. Zuerst einmal müssen wir erkennen, dass wir vor Gott schuldig sind und Gnade brauchen. Dann müssen wir entschieden sein, durch die enge Pforte hindurch zu gehen und den schmalen Weg zu begehen. Wem das Wort müssen nicht gefällt, darf es mit dürfen ersetzen. Der Weg der Rettung ist wie gesagt ein Gnadenangebot. Wir dürfen und können es annehmen. Wir müssen nicht. Aber wenn wir gerettet werden wollen, dann müssen wir, weil es keinen andern Weg der Rettung gibt. Die Bibel nennt diesen ersten Schritt Busse. Dies hat nur wenig mit Bussen zu tun, die uns die Polizei aufbrummt, weil wir uns nicht an die Verkehrsregeln gehalten haben. Es bedeutet Umkehr im Denken. Es bedeutet: Ich sehe ein, mein altes Leben war verkehrt, ich war auf dem falschen Weg, der ins Verderben führt, ich kehre um und beschreite den neuen schmalen Weg, der zum Leben führt. Es versteht sich von selbst, dass wir nicht gleichzeitig auf zwei Wegen gehen können, selbst wenn wir zwei Beine haben. Aber wir brauchen beide Beine um auf einem Weg gehen zu können.

Nun nach jeder Entscheidung muss auch die Tat folgen. Gott hat entschieden, uns die Möglichkeit zu geben, dass uns durch die Wassertaufe die Sünden vergeben werden und die alte sündige Natur von uns abgewaschen wird. Die Wassertaufe, die uns die Bibel lehrt, ist ein völliges Untertauchen ins Wasser. Dies bedeutet, dass wir (unsere alte Natur) mit Christus sterben und mit ihm begragen werden und mit Christus (als neue Kreatur) auferstehen. Wer eine Bibel hat kann dies nachlesen im Römerbrief Kapitel 6 Verse 3-4.

Nun haben wir eine neue Kreatur erhalten. Und durch den nächsten Schritt, die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, erhalten wir die Kraft, die wir zum Leben als diese neue Kreatur brauchen. Wir können es vergleichen mit einem Auto. Das beste Auto nützt uns nichts ohne Benzin oder wer es lieber mag ohne Strom. Wir brauchen die Kraft des Heiligen Geistes. Die Bibel spricht von einer Wiedergeburt mit Wasser und Geist. (Siehe Johannesevangelium Kapitel 4 Vers 5).

Nun sind wir neugeboren, haben eine neue Kreatur und sind erfüllt mit der Kraft des Heiligen Geistes. Aber dies alles nützt uns immer noch nichts, wenn wir nicht in diesem neuen Leben wandeln. Jetzt sind wir durch die enge Pforte gegangen. Nun steht der Weg vor uns. Und wir alle wissen, dass wenn wir einen Weg nicht bis zum Ziel gehen und vorher wieder umkehren,  werden wir das Ziel nicht erreichen. So ist es auch mit dem Weg der Errettung. Wir werden nicht zu dem Ort kommen, wo nur Gutes ist, wenn wir nicht auf diesem Weg der Errettung bleiben.

Nun ist mir völlig klar, dass dieser Blogbeitrag, auch wenn er etwas länger ausgefallen ist, als ursprünglich geplant, noch längst nicht alle Fragen beantwortet, die einem interessierten Leser kommen können. Deshalb mache ich folgendes Angebot: Wenn Du noch Fragen hast, oder Sie noch Fragen haben (ich biete gerne das Du an, aber möchte es niemandem aufdrängen), schreiben Sie doch mir. Ich habe nicht auf alles eine Antwort. Aber was ich weiss, teile ich gerne.

Noch ein Angebot: Wenn Du noch nicht in Wasser getauft bist, oder noch nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt bist und Du das möchtest, werde ich gerne Dir noch mehr darüber erzählen und werde Dich wenn Du entschieden bist, dass Du das willst, auch gerne taufen oder mit Dir für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist beten.

Bei Interesse findest Du die gleiche Botschaft mit etwas andern Worten auf der Seite (gleiche website) „Die beste Botschaft“. Dort findest Du auch ausnahmsweise ein etwas längeres Chançons von mir (vorübergehend noch eine sehr einfache unprofessionelle Aufnahme im Selfimodus meines Handys) mit der gleichen Botschaft.

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