Bücher gewinnbringend lesen

Dein eigentlicher Lehrer

Dein eigentlicher Lehrer ist der Heilige Geist.

1. Joh. 2,27: „Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt bei euch, und ihr bedürft nicht, dass euch jemand lehre, sondern wie euch die Salbung alles lehrt, so ist’s wahr und ist keine Lüge; und wie sie euch gelehrt hat, so bleibet bei ihm.“

Dies bedeutet nicht, dass wir keine Lehrer mehr brauchen. So heisst es in

Eph. 4,11:“Und er hat etliche zu Aposteln gesetzt, etliche aber zu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern.“

Es ist aber wichtig, dass wenn wir Aposteln, Proheten, Evangelisten, Hirten und Lehrern zuhören oder Bücher von ihnen lesen, in erster Linie auf den Heiligen Geist hören und ihn fragen, was er uns durch das Gehörte und Geschriebene sagen will.

Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass ich nur mit meiner Seele (Verstand und Gefühle) Rednern zugehört und Bücher gelesen habe. Dann war ich begeistert, wollte das Gehörte oder Gelesene umsetzen und es funktionierte nicht. Warum? Weil nur das, was der Heilige Geist mir persönlich ins Herz legt, Kraft hat.

Das Buch der Bücher

Das Buch der Bücher ist und bleibt die Bibel. Die Bibel ist das geschriebene Wort Gottes. Die Bibel steht über allen Büchern. Die Bibel ist die absolute Wahrheit. Deshalb tun wir gut daran, jeden Inhalt eines Buches oder eines Referates  an der Bibel zu prüfen. Zur Prüfung reicht es nicht, die angegebenen Bibelstellen nach zu schlagen. Wir müssen den Inhalt an der Gesamtaussage der Bibel prüfen. Dazu müssen wir die Bibel sehr gut kennen. Dazu ist es ratsam, mindestens so viel Zeit mit dem Studium der Bibel zu verbringen wie mit dem Lesen von Büchern oder dem Hören von Referaten.

Lernen durch Tun

Der Prozess des Lernens ist erst abgeschlossen, wenn wir das, was wir erkannt haben, auch in die Tat umgesetzt haben. Das Lesen von Büchern und das Hören von Referaten allein kann unser Leben nicht verändern. Auch die Erkenntnis allein, die wir nach der Prüfung des Inhaltes durch den Heiligen Geist mit dem Worte Gottes gewonnen haben, verändert unser Leben noch nicht, wenn wir das Erkannte nicht in die Tat umsetzen.

Jak. 1,22:“Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein, wodurch ihr euch selbst betrügt.“

Im Gleichgewicht bleiben

Ein Buch oder ein Referat behandelt in der Regel ein Thema, einen Aspekt des Evangeliums. Es ist Stückwerk. Es ist deshalb nie die ganze Wahrheit. Es ist wichtig, dass wir diesen Aspekt der Wahrheit in die Gesamtbotschaft des Wortes Gottes einordnen. Viele Wahrheiten in der Bibel haben zwei Seiten. Wenn wir nur noch eine Seite betonen, das Gewicht nur auf eine Seite verlagern, kommen wir in Gefahr mit unserm Glaubensschiff zu kentern.

Zum Beispiel die Botschaft vom Kreuz. Durch den Opfertod Jesu am Kreuz haben wir so viele Segnungen zu gut. Das sind alles ganz wunderbare Wahrheiten. Aber die Bibel spricht auch von unserm Kreuz.

Matth. 16,24: „Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“

Das Kreuz auf sich zu nehmen bedeutet nichts anderes als bereit zu sein, für Jesus zu leiden und zu sterben.

Wo keine Bereitschaft da ist, sein Kreuz auf sich zu nehmen, besteht auch kein Anspruch auf die Segnungen des Opfertodes Jesu am Kreuz. Jesus will nicht nur mein Retter und Heiland sein. Er will auch mein Herr sein. Jesus ist nicht nur mein Freund und Bräutigam. Er ist auch mein Herr und Meister. Auch wenn ich sein Freund bin, so bleibe ich sein Knecht. Die Liebe des Vaters drückt sich nicht nur in seiner Gnade und Barmherzigkeit aus, sondern auch in seiner Heiligkeit, Gerechtigkeit und dazu gehört auch sein Zorn.

Ein festes Herz

Hebr. 13,9: „Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.“

Wir dürfen auf das, was uns der Heilige Geist in der Vergangenheit bereits offenbart hat, das Evangelium der Gnade, stehen wie auf einem Felsen. Aber das bedeutet nicht, dass wir stur und nicht mehr lernbereit sein sollen. Nein, sondern gerade weil die Basis der Gnade fest in unser Herz gelegt ist, können wir uns ohne Angst, offen und zugleich prüfend mit dem auseinandersetzen, was andere Glaubensgeschwister lehren. Wir sollen vorsichtig sein, aber keine Angst haben. Ein guter Bergführer mahnt zur Vorsicht, weil er die Gefahren der Berge kennt. Aber er wird seinen Leuten nie Angst machen, weil Angst die Absturzgefahr erhöht.

Die Verheissung der Irrlehrer

2. Petr. 2,1: „Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat. „

Das ist nur eine von vielen Bibelstellen im Neuen Testament, wo vor Irrlehrern, falschen Propheten, Hunden und Wölfen im Schafspelz gewarnt wird. Schon Jesus spricht vom Teufel, der unter die gute Saat des Wortes Gottes Unkraut sät. (Matth. 13,25)

Kaum eine Werk- oder Gemeindeleitung möchte das. Aber keine Werk- und Gemeindeleitung kann das verhindern. Das war zur Zeit der ersten Gemeinde so und ist auch heute noch so. Gott lässt das zu, weil dies zum Trainings-programm für uns Christen gehört.

Jak. 1,12: „Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheissen hat, denen, die ihn lieben.“

Ich erkenne drei Sorten von Irrlehrern.

1. Die, welche einseitig lehren. Sie erzählen nur die halbe Wahrheit und eine halbe Wahrheit ist bekanntlich eine ganze Lüge.

2. Die, welche selber Verführte sind und die Irrlehren einfach weiter verbreiten.

3. Die, welche bewusst mit dem Satan zusammenarbeiten und bewusst Irrlehren verbreiten mit der Absicht, die Gemeinden zu zerstören.

Satan ist ein Meister der Verkleidung. Er kennt die Bibel besser als wir und ist sehr geschickt darin, Aussagen der Bibel zu verdrehen. Sünde heisst Zielverfehlung. Satan möchte verhindern, dass wir mit unserm Leben ins Ziel treffen. Ob wir oben oder unten, rechts oder links, viel oder wenig am Ziel vorbeischiessen, ist ihm gleichgültig.

Aber keine Angst! Der Heilige Geist, der in uns lebt, wird uns auf der Grundlage des Wortes Gottes jede Verführung des Feindes aufdecken, wenn wir bereit sind, auf seine Stimme zu hören.